Golf lernen als Frau: Material, Kleidung und die ersten Schritte

Damenschläger sind nicht einfach kürzere Herrenschläger, und die vorderen Abschläge sind kein Zugeständnis. Was Sie über Material, Kleidung und den Einstieg wissen sollten.

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Golf ist eine der wenigen Sportarten, in denen Männer und Frauen gemeinsam spielen und gegeneinander gewinnen können, dank des Handicapsystems. Der Einstieg unterscheidet sich für Frauen dennoch in einigen Punkten: Material mit anderen Spezifikationen, mancherorts eine traditionelle Clubkultur und praktische Fragen zur Kleidung, über die niemand spricht.

Kurz gesagt: Damenschläger unterscheiden sich in Flex, Länge, Gewicht und Loft, nicht nur in der Farbe. Spielen Sie von den vorderen Abschlägen, denn dafür ist der Platz bei Ihrer Länge gebaut. Und das Handicapsystem macht Sie vom ersten Tag an zur gleichwertigen Gegnerin.

Was an Damenschlägern wirklich anders ist

Weicherer Flex (L oder A): Ein weicherer Schaft federt bei geringerer Schlägerkopfgeschwindigkeit stärker zurück, was Höhe und Länge bringt. Kürzere Länge, im Schnitt etwa 2,5 Zentimeter. Geringeres Gewicht, oft mit Graphitschaft. Mehr Loft, ein Damendriver hat häufig 12 bis 14 Grad statt 9 bis 10,5, weil der Ball bei niedrigerer Geschwindigkeit überhaupt erst steigen muss. Dünnere Griffe für kleinere Hände.

Die wichtigste Nuance: "Damen" ist eine Kategorie, keine Diagnose. Entscheidend sind Ihre Körpergröße, Handgröße und Schwunggeschwindigkeit. Lassen Sie sich fitten, statt nach Etikett zu wählen.

Die Abschläge: kein Zugeständnis, sondern Architektur

Ein Platz ist so gebaut, dass die Hindernisse dort liegen, wo der durchschnittliche Spieler sie erreicht. Von zu weit hinten werden Par 4 für Sie zu Par 5, und die Runde wird länger und frustrierender. Formal sind Abschläge nicht an das Geschlecht gebunden, sondern an die Länge; immer mehr Clubs benennen sie nach Farbe oder Nummer. Course Rating und Slope unterscheiden sich pro Abschlag, sodass Ihre Vorgabenschläge automatisch angepasst werden: ein Spiel von vorn bringt also keinen unfairen Vorteil.

Kleidung

Überall gut: ein Golfpolo oder ordentliches Sportshirt mit Ärmel, ein Golfrock, Skort oder eine ordentliche Hose, und Golfschuhe ohne Metallspikes. Unterschiedlich geregelt: ärmellose Oberteile und die Mindestlänge von Röcken und Shorts. Zum Anfangen brauchen Sie wirklich nur ein Polo, eine Hose oder einen Rock und Schuhe. Investieren Sie stattdessen sofort in gute Regenkleidung und ein Schichtensystem.

Was nicht anders ist

Die Regeln sind identisch, es gibt keine Damenregeln. Die Technik ist identisch, angepasst an Körperbau und Beweglichkeit, nicht an das Geschlecht. Das Handicapsystem macht Sie gleichwertig: Mit Vorgabe 30 können Sie im Stableford eine Spielerin oder einen Spieler mit Vorgabe 12 schlagen. Und Länge entsteht aus Technik und Timing, nicht aus Muskelmasse.

Häufige Fragen

Muss ich unbedingt Damenschläger kaufen? Nein, Sie brauchen Schläger, die zu Größe, Handgröße und Schwunggeschwindigkeit passen. Bei vielen Frauen ist das eine Damenausführung, aber nicht bei allen.

Kann ich mit den Schlägern meines Partners anfangen? Für ein paar Versuche ja, aber zu lange und zu steife Schläger machen das Lernen unnötig schwer. Besser ist ein Kurs mit Leihschlägern.

Kann ich an normalen Turnieren teilnehmen? Ja. Die meisten Clubturniere sind gemischt, und das Handicapsystem gleicht die Unterschiede aus.

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