Hole-in-One, Albatros und Condor: die seltenen Scores erklärt
Birdie und Eagle kennt jeder, aber was kommt danach? Die komplette Leiter der Golf-Scores bis zum fast mythischen Condor, wie selten sie wirklich sind und die Tradition rund um ein Hole-in-One.
In diesem Artikel
Jeder Golfer lernt früh die Wörter Birdie und Eagle, doch was liegt darüber, und wie selten ist es wirklich? Die Namen der besonderen Scores bilden ein kleines Vogelreich, vom alltäglichen Birdie bis zum fast mythischen Condor, der in der gesamten Geschichte des Sports nur eine Handvoll Mal notiert wurde.
Kurz gesagt: Die Scores unter Par heißen Birdie (minus 1), Eagle (minus 2), Albatros (minus 3) und Condor (minus 4). Ein Hole-in-One ist meist ein Eagle oder Birdie, je nach Par des Lochs. Und ja, wer eines schafft, gibt traditionell eine Runde im Clubhaus aus.
Die komplette Leiter
Scores werden im Verhältnis zum Par ausgedrückt, der Schlagzahl, die ein guter Spieler für ein Loch braucht.
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Score |
Name |
Bedeutung |
|---|---|---|
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Par minus 4 |
Condor |
4 unter Par, fast mythisch |
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Par minus 3 |
Albatros (Double Eagle) |
3 unter Par, extrem selten |
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Par minus 2 |
Eagle |
2 unter Par |
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Par minus 1 |
Birdie |
1 unter Par |
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Par |
Par |
Genau der Standard |
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Par plus 1 |
Bogey |
1 über Par |
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Par plus 2 |
Doppel-Bogey |
2 über Par |
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Par plus 3 |
Triple-Bogey |
3 über Par |
Woher die Vogelnamen kommen
Um 1900 bedeutete "bird" im amerikanischen Slang etwas Hervorragendes. Ein exzellenter Schlag zu eins unter Par wurde ein "Birdie", und war das erst einmal ein Vogel, folgte der Rest der Logik der Vogelleiter: ein noch selteneres Ergebnis wurde ein größerer Vogel. Der Eagle als zwei unter, der Albatros als drei unter, der Condor als vier unter. In den USA heißt der Albatros auch "Double Eagle", was verwirrt, weil es nicht vier, sondern drei unter Par bedeutet; in Europa ist Albatros gebräuchlich.
Wie selten ist jeder Score?
Birdie: für bessere Spieler Routine, für den Durchschnittsamateur ein Höhepunkt. Eagle: selten und einprägsam, meist auf einem Par 5, das man in zwei Schlägen erreicht. Hole-in-One: das bekannteste seltene Ereignis; eine oft zitierte Schätzung für einen Durchschnittsspieler liegt bei etwa 1 zu 12.500 pro Par 3. Albatros: deutlich seltener als ein Hole-in-One, erfordert meist ein Par 5 in zwei Schlägen gelocht; viele lebenslange Golfer schaffen nie einen. Condor: fast mythisch, vier unter Par, praktisch ein Hole-in-One auf einem Par 5, in der Geschichte nur eine Handvoll Mal dokumentiert.
Das Hole-in-One: das Par bestimmt den Namen
Ein Hole-in-One ist kein fester Score, sondern hängt vom Par ab. Auf einem Par 3 ist der Ball in einem Schlag zwei unter, also technisch ein Eagle. Auf einem Par 4 drei unter, ein Albatros, nur auf kurzen, drivebaren Löchern möglich. Auf einem Par 5 wäre es ein Condor. Im Alltag sagt man einfach Hole-in-One.
Die Tradition: wer eines schafft, gibt aus
Die wohl bekannteste ungeschriebene Regel des Sports: Wer ein Hole-in-One schafft, gibt traditionell eine Runde im Clubhaus aus. Verpflichtend ist es nicht, aber es gehört dazu. Weil die Rechnung hoch werden kann, gibt es sogar Hole-in-One-Versicherungen. Für die Gültigkeit zählt, wie bei jedem Score, ein Zeuge oder ein regelkonformer Nachweis auf der Scorekarte. Und wenn Sie eines schaffen: Heben Sie den Ball auf, aber markieren Sie ihn, bevor Sie ihn aus dem Loch nehmen.
Häufige Fragen
Was ist besser, ein Albatros oder ein Hole-in-One? Kommt aufs Loch an. Ein Albatros (minus 3) ist seltener als ein durchschnittliches Hole-in-One auf einem Par 3 (minus 2). Ein Hole-in-One auf einem Par 4 ist ein Albatros.
Gibt es etwas unter dem Condor? Theoretisch fünf unter Par (ein "Ostrich") auf einem Par 6. Nie ernsthaft dokumentiert und eher ein Fabelwesen.
Zählt ein Hole-in-One auf der Übungsanlage? Für die Geschichten ja, fürs Handicap nein: nur vorgabenwirksame Runden zählen.
Bei Zalm Golf legen wir die Basis so, dass Birdies immer öfter in Reichweite kommen, im Handicap-54-Kurs und danach.