Was ist Par im Golf?

Eine klare Erklärung der Bedeutung von Par, des Aufbaus der Scorekarte und wie der Schwierigkeitsgrad eines Golflochs bestimmt wird.

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Der Begriff 'Par' steht für die Standardpunktzahl, die ein erfahrener Golfer (ein sogenannter Scratch-Golfer mit Handicap 0) voraussichtlich benötigt, um ein Loch zu beenden. Die R&A und die USGA verwenden dabei eine einfache Formel: die Anzahl der Schläge, die nötig sind, um das Grün zu erreichen, plus zwei Putts, um den Ball ins Loch zu spielen.

In der Praxis bedeutet das:

  • Par 3: Das Grün wird in einem Schlag erreicht und es werden zwei Putts benötigt.
  • Par 4: Das Grün wird in zwei Schlägen erreicht und es werden zwei Putts benötigt.
  • Par 5: Das Grün wird in drei Schlägen erreicht und es werden zwei Putts benötigt.

Das Par eines Lochs ist also nicht nur ein Zielwert für die Punktzahl, sondern auch ein direkter Hinweis auf die Länge und die erwartete Spielstrategie des Lochs.

Wie wird das Par festgelegt?

Der wichtigste Faktor zur Festlegung des Par ist die Entfernung vom Abschlag bis zur Mitte des Grüns. Auch wenn nationale Verbände wie der NGF eine gewisse Flexibilität haben, gelten allgemeine Richtlinien für die Länge (in Metern):

Lochtyp

Herren (Meter)

Damen (Meter)

Par 3

Bis 230m

Bis 200m

Par 4

220m bis 450m

180m bis 380m

Par 5

410m bis 630m

340m bis 530m

Neben der Distanz berücksichtigen Platzarchitekten und der NGF bei der Festlegung des Par auch den Schwierigkeitsgrad des Geländes. Ein 400-Meter-Loch, das steil bergauf führt oder bei dem man gegen einen starken Seewind anspielen muss, kann eher als Par 5 eingestuft werden als ein gleich langes Loch, das bergab verläuft.

Der Stroke Index: der relative Schwierigkeitsgrad

Auf jeder Scorekarte sehen Sie neben dem Par auch eine Spalte mit dem Namen 'Stroke Index' (SI), nummeriert von 1 bis 18. Diese Zahl gibt den relativen Schwierigkeitsgrad des Lochs im Vergleich zu den anderen Löchern des Platzes an.

  • Stroke Index 1: Das statistisch schwierigste Loch des Platzes (an dem ein Golfer die meisten zusätzlichen Schläge benötigt).
  • Stroke Index 18: Das statistisch einfachste Loch des Platzes.

Dieses System ist entscheidend für die Berechnung des Handicaps. Wenn Sie ein Handicap von 18 haben, erhalten Sie auf jedem Loch einen zusätzlichen Schlag oben drauf zum Par. An einem Par 4 mit SI 1 ist Ihr persönliches Par also faktisch eine 5. So wird sichergestellt, dass Golfer unterschiedlicher Spielstärken fair gegeneinander antreten können.

Die Logik hinter der Terminologie

Rund um das Par hat sich eine eigene Sprache entwickelt, um die Leistung im Verhältnis zu dieser Standardpunktzahl zu beschreiben. Die meisten dieser Begriffe stammen aus dem Vogelreich, was im frühen 20. Jahrhundert für etwas stand, das 'fliegt' oder 'großartig' ist:

  • Birdie: 1 Schlag unter Par.
  • Eagle: 2 Schläge unter Par.
  • Albatross: 3 Schläge unter Par.
  • Bogey: 1 Schlag über Par.

Fazit

Die Scorekarte ist mehr als eine Summe von Schlägen; sie ist der Bauplan des Golfplatzes. Das Par sagt Ihnen, was der Architekt im Sinn hatte, und der Stroke Index zeigt, wo die größten Herausforderungen liegen. Für Anfänger ist die wichtigste Lektion: Par ist die Punktzahl für den Experten. Indem Sie Ihr eigenes Handicap berücksichtigen und Ihr 'persönliches Par' bestimmen, lernen Sie, den Platz strategisch zu spielen, ohne unnötige Risiken einzugehen.

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