Golfball markieren: das Zeichen auf dem Ball und die Münze auf dem Grün
Markieren bedeutet beim Golf zweierlei: ein eigenes Zeichen auf dem Ball und das Markieren der Balllage auf dem Grün. Beides ist wichtiger, als es aussieht.
In diesem Artikel
"Markier mal deinen Ball" kann auf dem Platz zwei völlig verschiedene Dinge bedeuten: das Erkennungszeichen, das Sie mit einem Stift auf den Ball malen, und die Münze, mit der Sie auf dem Grün die Lage des Balls festhalten, bevor Sie ihn aufnehmen. Das eine verhindert verlorene Bälle und Strafschläge, das andere ist Pflicht.
Kurz gesagt: Versehen Sie vor jeder Runde alle Bälle mit einem eigenen, wiedererkennbaren Zeichen, und markieren Sie auf dem Grün immer zuerst mit einer Münze, bevor Sie den Ball aufnehmen. Wer das vergisst, kassiert einen Strafschlag.
Teil 1: das Erkennungszeichen
Die Regeln empfehlen dringend ein Identifikationszeichen auf dem Ball. Die Folgen ohne Zeichen sind hart: Ein gefundener Ball, den Sie nicht sicher als Ihren identifizieren können, gilt als verloren, mit Schlag- und Distanzverlust. Und wer versehentlich einen fremden Ball spielt, spielt einen falschen Ball und bekommt die Grundstrafe. Marke und Nummer allein genügen nicht, denn dieselben Modelle liegen in jedem Bag.
So markieren Sie: feste Punkte mit wasserfestem Stift in einem persönlichen Muster, ein Stempel, oder eine umlaufende Linie. Die Linie hat einen Doppelnutzen, denn sie darf beim Putten als Ausrichthilfe dienen. Markieren Sie den ganzen Vorrat zu Hause, nicht hektisch am ersten Abschlag. Und wählen Sie für einen provisorischen Ball eine andere Nummer oder ein abweichendes Zeichen und sagen Sie es laut; sonst können Sie später zwei gefundene Bälle nicht auseinanderhalten.
Zum Identifizieren auf dem Platz dürfen Sie den Ball aufnehmen: erst die Stelle markieren, den Ball nur so weit reinigen wie nötig, exakt zurücklegen. Ohne Markieren kostet es einen Strafschlag.
Teil 2: Markieren auf dem Grün
Auf dem Grün dürfen Sie den Ball jederzeit aufnehmen, etwa zum Reinigen. Aber: erst die Lage markieren. Aufnehmen ohne Markieren kostet einen Strafschlag. Und auch umgekehrt gilt: Wer puttet, während die Münze noch neben dem Ball liegt, bekommt ebenfalls einen Strafschlag. Die Reihenfolge ist alles: Marker hinlegen, Ball aufnehmen, später Ball zurücklegen, Marker wegnehmen, dann putten.
Als Marker eignet sich jeder kleine künstliche Gegenstand: Münze, Plastikmarker, Tee. Flach ist besser, denn ein flacher Marker stört in der Puttlinie eines Mitspielers nicht.
Marker zur Seite legen: Liegt Ihr Marker in der Linie eines Mitspielers, wählen Sie einen festen Punkt in der Ferne, messen eine oder zwei Putterkopflängen zur Seite und legen den Marker dorthin. Danach messen Sie exakt denselben Weg zurück. Der Klassiker ist, das Zurücklegen zu vergessen und vom falschen Ort zu putten: das ist Spielen vom falschen Ort und kostet die Grundstrafe, im Zählspiel zwei Strafschläge. Ein bewährter Trick: Solange der Marker verschoben liegt, den Putter verkehrt herum halten; das ungewohnte Gefühl erinnert Sie ans Zurücklegen.
Außerhalb des Grüns wird der Ball grundsätzlich gespielt, wie er liegt. Ausnahmen: wenn eine Regel es erlaubt, oder wenn Winterregeln gelten, nach denen auf kurz gemähtem Gras gelegt werden darf. Auch dann gilt: erst markieren.
Häufige Fragen
Ist das Zeichen auf dem Ball Pflicht? Formal eine dringende Empfehlung, praktisch unverzichtbar.
Darf die Linie auf dem Ball als Putthilfe dienen? Ja, das ist erlaubt und weit verbreitet.
Was, wenn der Marker vom Wind verweht wird? Bei versehentlicher Bewegung wird straflos an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt; ist sie nicht exakt bekannt, wird sie bestmöglich geschätzt.
Zählt ein Blatt oder Zweig als Marker? Nein, ein Marker muss ein künstlicher Gegenstand sein.
Bei Zalm Golf gehören diese Gewohnheiten selbstverständlich zum Handicap-54-Kurs, direkt auf dem Grün, wo sie hingehören.