Chippen: der Schlag ums Grün, der den Score am schnellsten senkt

Ein Chip ist flach, kurz und einfach, und doch verlieren Amateure hier die meisten Schläge. Die Grundstellung, die Schlägerwahl je Situation und die zwei häufigsten Fehler.

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Von allen Schlägen im Golf ist der Chip der am meisten unterschätzte. Er ist kurz, verlangt weder Kraft noch vollen Schwung, und trotzdem verschenkt der durchschnittliche Amateur genau hier seine Runde: ein Ball knapp neben dem Grün, der drei Schläge braucht, um im Loch zu verschwinden.

Kurz gesagt: Beim Chip liegt das Gewicht vorn, die Hände vor dem Ball und der Ball hinter der Standmitte. Sie machen eine kurze, durchgehende Bewegung ohne Handgelenke und wählen den Schläger danach, wie viel Rollen Sie brauchen.

Chip oder Pitch?

Ein Chip ist flach und kurz in der Luft mit viel Rollen, etwa ein Drittel Flug und zwei Drittel Rollen. Ein Pitch ist höher, mit mehr Luft und weniger Rollen. Die nützlichste Faustregel: Bringen Sie den Ball so früh wie möglich auf den Boden, denn ein rollender Ball ist berechenbarer als ein fliegender.

Die Grundstellung

Schmaler Stand, etwa hüftbreit oder enger. Gewicht nach vorn, sechzig bis siebzig Prozent auf dem vorderen Fuß, und dort bleibt es die ganze Bewegung über: der wichtigste Punkt überhaupt. Ball hinter der Standmitte. Hände vor dem Ball, sodass der Schaft leicht zum Ziel neigt. Und eine leicht offene Stellung, damit die Hüfte durchdrehen kann. Die Bewegung selbst gleicht einem Putt: Schultern führen, Handgelenke ruhig, Rück- und Durchschwung etwa gleich lang.

Die Schlägerwahl bestimmt den Flug

Viele Amateure greifen automatisch zum Sandwedge, dem schwierigsten Schläger für diesen Schlag. Wählen Sie stattdessen nach gewünschtem Rollanteil:

Schläger

Flug und Rollen

Wann

Eisen 7 oder 8

Wenig Luft, viel Rollen

Viel Grün zwischen Ihnen und der Fahne

Pitchingwedge

Ausgewogen

Der Standardfall

Gapwedge

Etwas mehr Luft

Weniger Grün verfügbar

Sandwedge

Viel Luft, wenig Rollen

Über ein Hindernis, oder Fahne dicht davor

Gleiche Bewegung, anderer Schläger: Sie lernen nur eine Technik und variieren die Schlägerwahl.

Worauf Sie zielen

Zielen Sie nicht auf die Fahne, sondern auf Ihren Landepunkt, meist ein bis zwei Meter aufs Grün, und rechnen Sie das Rollen dazu. Üben Sie mit einem Handtuch als Landepunkt; das funktioniert mit Schaumbällen auch im Garten.

Die zwei häufigsten Fehler

Löffeln: Sie wollen dem Ball in die Luft helfen, das Gewicht geht nach hinten, die Handgelenke brechen, und Sie treffen den Boden oder schlagen dünn. Korrektur: Gewicht vorn lassen und abwärts schlagen; für die Höhe sorgt der Loft, nicht Sie.

Abbremsen: Aus Angst vor zu viel Länge verzögern Sie kurz vor dem Treffmoment. Korrektur: kürzerer Rückschwung und ruhig durchbeschleunigen.

Beide Fehler entstehen aus Zweifel, und genau deshalb hilft eine klare Schlägerwahl vor dem Schlag.

Wann Sie nicht chippen

Vom Vorgrün mit flacher Linie ist der Putter fast immer verlässlicher: Ihr schlechtester Putt schlägt Ihren schlechtesten Chip. Und aus dichtem Rough direkt am Grün gleitet die breite Sohle eines Hybrids durch das Gras, gespielt mit Puttbewegung.

Häufige Fragen

Warum treffe ich ständig zuerst den Boden? Fast immer, weil das Gewicht nach hinten wandert. Halten Sie es vorn.

Soll ich die Handgelenke einsetzen? Beim normalen Chip kaum. Handgelenke bringen Tempo und Streuung, beides wollen Sie hier nicht.

Wie bekomme ich Backspin? Für die meisten Amateure die falsche Frage. Berechenbares Rollen bringt mehr als Spin.

Bei Zalm Golf widmen wir dem kurzen Spiel im Handicap-54-Kurs bewusst Zeit, weil Anfänger dort am schnellsten Ergebnisse sehen.

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